Grundsätzliches

Die Qualität der Abrichtung eines Hundes verläuft parallel zur Befähigung des HFs, dessen Leistungsfähigkeit zu erkennen. Völlig falsch liegt, wer seinen Hund etwa mit einem Kleinkind vergleicht und/oder Verhaltensprozesse die dem Menschen eigen sind, auch vom Tier verlangt.

Handlungen des Hundes sind immer an die augenblicklichen Situationen geknüpft und entspringen biologischen Zusammenhängen. Folgerichtig hat ein Einwirken auf den Hund auch immer im gegenständlichen Augenblick zu erfolgen. Nicht früher und nicht später.

Beispiel einer Alltagssituation wie sie nicht sein sollte: Der Hund sieht eine Katze und jagt ihr nach. Alles Rufen und Schreien des HFs führt zu keinem Erfolg. Wenig später kommt der Hund zum Menschen zurück und wird gestraft.
Hier sind mindestens zwei Handlungen zu erkennen und zwar das Verfolgen einer Katze (Beutetrieb) und die Rückkehr zum HF (Rudelverhalten).
Ein jetziges (unmittelbares) Strafen verbindet der Hund ausschließlich mit seiner augenblicklichen Situation, der konkreten und noch währenden Handlung, der Rückkehr zum Führer. Nicht das „Wegrennen“ wird also bestraft, sondern die Rückkehr.
Wenn das „Wegrennen“, also das Nachjagen nach Getier, Bällen u.a. unterbunden werden soll, dann muss die Einwirkung des HFs konkret im gegenständlichen Augenblick erfolgen. Der HF wird nicht erst auf „brenzlige“ Situationen warten, sondern bereits im Vorfeld der Erziehung und Vorausbildung (Anbahnung) mit derartigen Situationen rechnen und diese geplant herbeiführen.

Mit einem geeigneten Halsband, etwa Kettenwürger oder Stachelhalsband, abhängig von der Haut- und Muskelempfindlichkeit und des Temperaments, wird der Hund an einer langen Leine spazieren geführt. Vorzugsweise sucht der HF ein Terrain mit einer hohen Ablenkung durch z.B. Katzen. Sieht der Hund nun eine Katze und verfolgt sie, läuft er in das Halsband und verknüpft im gegenständlichen Augenblick die Katze mit einer schmerzhaften Einwirkung, mit der er seinen HF nicht einmal in Verbindung zu bringen vermag.

Wichtig ist, zu erkennen, auf Aktion erfolgt Reaktion. Kein ewiges Lamentieren – Stunden später!

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