Hürde

Auf das Hz. "Hopp" hat der Hd. verschiedene Hindernisse im Frei- oder Klettersprung zu überwinden. Als unbedingter Reiz kann ein Leinenruck, der nach oben Richtung Sprunghöhe ausgeführt wird, dienen. Hier erläutere ich erst ein Mal den Freisprung.

Der Hd. muss Hindernisse (Hürde) in einer Höhe bis zu einem Meter im Freisprung Überwinden, d.h. er darf die Hürde beim Überwinden nicht berühren. Am leichtesten erlernt das Hd. den Freisprung, wenn er zuerst gemeinsam mit dem HF das Hindernis überwindet. Man kann dies auch als Auflockerung in die Übungen mit einbauen. Man beginnt nur mit einer geringen Höhe, damit der Hd. diese auch tatsächlich überwinden kann und steigert sie dann langsam auf die Endhöhe von einem Meter, der Leistung des Hundes entsprechend. Der Hd. ist angeleint und läuft ohne Kommando neben dem HF. Es ist darauf zu achten, dass die Leine locker ist, damit der Hd. beim Sprung nicht behindert wird, aber sie darf auch nur so lang sein, dass der Hd. das Hindernis nicht umlaufen kann. Um den Absprung zu erleichtern, erfolgt die Übung im Laufschritt. Das Hz. "Hopp" ist immer kurz vor dem Absprung zu geben.
Damit sich der Hd. daran gewöhnt, dass diese Übung später aus einem Hin- und Rücksprung besteht, kann man schon jetzt den Rücksprung mit einüben, indem man sich nach erfolgtem Hinsprung umdreht und auf gleichem Wege zurück über das Hindernis geht. Danach wird der Hd. ausgiebig gelobt und bestätigt.

Bei lebhaftem und aufmunterndem Anlauf wird diese Übung bald erfolgreich sein. Jedoch darf auch bei dieser Übung der Zwang nicht vergessen werden. Ausweichen vor oder am Hindernis ist energisch zu unterbinden.

Wenn der Hd. gelernt hat, das Hindernis zu überwinden, zieht sich der HF immer mehr aus dem Geschen zurück. Anfangs läuft er zwar dann noch mit, aber überspringt selber nicht mehr das Hindernis, ist für viele eh nur bis zu einer bestimmten Höhe möglich ;-)).
Dann folgt die Phase, in der der Hund an einer langen Leine über das Hindernis springt. Der HF folgt bis zum Hindernis und bleibt dort stehen, er hat nur das Leinenende in der Hand um den Hd. bei Bedarf korrigieren zu können. Erst wenn der Hd. wirklich sicher die Hindernisse überwindet, lassen wir die Leine wegfallen.

Zum absichern kann man später noch verschieden Dinge mit dem Hund üben. Hierzu zählt z.B. auch das sichere Überwinden, wenn das Bringholz einmal schräg hinter dem Hindernis gelandet ist und somit vom Hund gesehen werden kann. Auch hier wird der Hd. über eine Leine gesichert und wenn der Hund direkt zum Holz laufen will und nicht über die Hürde, ist sofort einzuwirken. So oder auf andere Weise, kann man verschiedene Situationen üben und den Hd., auch auf unvorhergesehenes vorbereiten.

Erst wenn die Hürde sicher übersprungen wird, gehen wir dazu über auch die Kletterwand in unsere Ausbildung mit einzuschließen. Hierzu weiter mit dem nächsten Thema.

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